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Aufschwung sichern, Arbeitsmarkt stärken
„Wir haben als Bundesregierung kein leichtes Erbe angetreten. Und die internationalen Entwicklungen machen die wirtschaftliche Situation nicht einfacher“, sagte SPÖ-Sozialministerin Schumann in der Aktuellen Stunde und betonte, dass viele Menschen große Sorgen um ihren Arbeitsplatz haben. „Wir sind fest entschlossen, zu handeln. Dafür braucht es Strategien und gemeinsame Initiativen“, so Schumann. Gleichzeitig steht die Arbeitswelt durch eine alternde Erwerbsbevölkerung und neue Technologien vor großen strukturellen Veränderungen. „Wir können diese Herausforderungen nur bewältigen, wenn wir die Menschen mitnehmen und Arbeitnehmer*innen qualifizieren. Wir können es uns nicht leisten, jemanden zurückzulassen. Der Strukturwandel ist auch eine Chance für Wirtschaft und Arbeitsmarkt“, betonte die Sozialministerin.
Trotz des notwendigen Sparkurses ist es der SPÖ gelungen, das Arbeitsmarktbudget zu stabilisieren und wichtige Initiativen zu setzen. „Die wirtschaftliche Lage verlangt Investitionen in Vermittlung und Qualifikation jener Menschen, die Arbeit suchen. Mit 1,5 Milliarden Euro für aktive Arbeitsmarktpolitik im Jahr 2027 können wir vieles bewegen“, betonte Schumann mit Blick auf wichtige Schwerpunkte: „Mehr Geld gibt es für die Unterstützung von Frauen am Arbeitsmarkt. Ab 2027 sind 100 Millionen Euro mehr für ältere Arbeitssuchende budgetiert. Ab 2028 kommt der neue Arbeitsmarkt-Transformationsfonds und bei der betrieblichen Lehrlingsförderung wird ab 2029 der Bundesbeitrag ausgebaut“, so Schumann.
SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch betonte: „Wir halten das AMS-Budget stabil und investieren gezielt in Zukunftsarbeitsplätze.“ Und: „Wir erhöhen nicht das gesetzliche Pensionsantrittsalter, sondern investieren in gesundes, längeres Arbeiten, um das tatsächliche Pensionsantrittsalter dem gesetzlichen anzupassen.“
Was tut die SPÖ für den Arbeitsmarkt und die Beschäftigten?
- Die Bundesregierung verstärkt die aktive Arbeitsmarktpolitik. 390 Mio. Euro für 2025/26 hat das AMS zusätzlich – insbesondere für die Fachkräfteoffensive.
- Seit 2026 gibt es die Aktion 55Plus, um ältere Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Es sollen dabei rund 3.000 bis 6.000 kollektivvertraglich entlohnte und sinnstiftende Jobs gefördert werden.
- Ab 2027 gibt es zusätzlich 100 Mio. Euro für die Förderung älterer Arbeitnehmer*innen.
- Mit der Weiterbildungszeit stehen seit 2026 150 Millionen Euro für Weiterbildung zur Verfügung – insbesondere bei geringer Qualifikation.
- Ab 2028 kommt der neue Arbeitsmarkt-Transformationsfonds (160 Mio. Euro bis 2030), der besonders jene unterstützt, die vom Wandel durch Digitalisierung oder Klimawandel betroffen sind.
- Wir müssen das vorhandene Potential besser nützen und Hürden – v.a. auch für Frauen – beseitigen. Das zweite verpflichtende und kostenfreie Kindergartenjahr ist dabei wichtig. Und mit der Aktivpension gibt es Anreize, länger im Erwerbsleben zu bleiben.
Warum ist Qualifizierung der Schlüssel für den Arbeitsmarkt?
Österreich braucht gut ausgebildete Fachkräfte auf allen Ebenen. „Die wichtigste Ressource dafür sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Menschen, die hier leben“, betonte Sozialministerin Schumann im Nationalrat. Die SPÖ in der Regierung setzt alles daran, vorhandene Potenziale besser zu nutzen, Arbeitnehmer*innen gezielt zu qualifizieren und berufliche Chancen zu eröffnen. „Arbeitsmarktpolitik kann nur gemeinsam mit der Wirtschaft erfolgreich sein“, so Schumann, die Qualifizierungspolitik als Kernaufgabe erachtet: „Wir arbeiten an einer wirksamen Fachkräftestrategie. Wir müssen die Potenziale heben und Chancen eröffnen. Dafür braucht es Zusammenarbeit und die notwendigen finanziellen Mittel.“
Wie will die SPÖ die Beschäftigung älterer und jüngerer Fachkräfte fördern?
Den Fokus legt die SPÖ dabei auf jene Gruppen, deren Potenzial am Arbeitsmarkt noch stärker genutzt werden kann. Es geht darum, ältere Fachkräfte länger im Erwerbsleben zu halten und junge Fachkräfte auszubilden. Die Gesetzespakete „Arbeiten im Alter“ und „Aktivpension“ setzen dafür wichtige Impulse. „Wir wollen, dass Menschen länger gesund arbeiten können, damit das faktische Pensionsalter steigt und die Finanzierung des Pensionssystems gesichert ist“, so Schumann, die auf die Verantwortung der Betriebe verwies: „75 Prozent der Betriebe beschäftigen keine Mitarbeiter*innen über 60 Jahre – das ist ein Problem. Unternehmen sind gefordert, den hohen Wert älterer Arbeitnehmer*innen zu erkennen und zu nutzen“, sagte Schumann. Darum setzt sich die SPÖ für ein Bonus-Malus-System bei der Beschäftigung älterer Menschen ein.
Gemeinsam mit den Sozialpartnern will Schumann zudem die Förderung der betrieblichen Lehre weiterentwickeln. „Es geht um den Erwerb von Kompetenzen. Hier müssen wir besser werden, um die Fachkräftelücke zu schließen“, so Schumann. Das gilt insbesondere mit Blick auf Zukunftsbranchen und Green Jobs.